Maine Coon

Die Herkunft der Maine Coon                                                                                                

Bei der Maine Coon wurde der Name verwendet wo sie ihren Ursprung hat. Die Rede ist vom Staate Main. Coon ist eine Kurzform von racoon was Waschbär bedeutet. Dessen buschiger, gestreifter Schwanz sieht dem Schwanz der Main Coon sehr ähnlich. Die Einwohner von Maine glaubten in früheren Zeiten, dass diese Katzen aus Paarungen von Waschbären mit Katzen entstanden sind. Da dies genetisch bedingt völlig unmöglich ist muss es eine andere Erklärung über die Herkunft dieser herrlichen Halblanghaar -Katze geben. Man kann annehmen, dass Seeleute die Vorfahren der Maine Coon eingeführt haben. Wie immer kann man davon ausgehen, dass auch in diesem Fall die Tiere mit aufs Schiff genommen wurden um dieses von Nager freizuhalten und ebenso in der neuen Bleibe nützliche Dienste zu leisten. Durchaus denkbar ist es, dass halblanghaarige Katzen  (Vorläufer der Perserkatzen und Angorakatzen) mit Seeleuten aus England oder Norwegen (Norwegische Waldkatzen) nordamerikanische Luft geatmet haben und sich dann mit dort heimischen kurzhaarigen Katzen paarten. Möglicherweise verwandt ist die Maine Coon mit der Norwegischen Waldkatze und mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem der Persischen Langhaar Vorfahren - der Türkischen Angora . Bereits 1895 traten Main Coone auf amerikanischen Katzenausstellungen auf. Bevor die Engländer mit ihren Perserkatzen nach Amerika kamen war die Maine Coon dort eine sehr beliebte Rasse. Die Maine Coon trat auf Ausstellungen immer weiter in den Hintergrund weil das Interesse an den exotischer aussehenden Persern größer war. Vor allem im Staate Maine und dessen Umgebung blieb die Maine Coon aber als Haustier und Bezwinger von unliebsamen Nagern unvermindert beliebt. Es gab aber Liebhaber und Züchter dieser Rasse die 1951 den Faden wieder aufnahmen und noch om gleichen Jahr gründete man den ersten Maine Coon Club. Der Central Maine Cat Club. Man organisierte in der Folgezeit für Maine Coon Katzen extra Ausstellungen. Ausländische Besucher zeigten Interesse an dieser Rasse und schon bald war die Maine Coon auf ausländischen Ausstellungen ein gern gesehener und beliebter Gast. Besonders in der Anfangszeit spielten deutsche Züchter eine große Rolle bei der Zucht der Maine Coon. Es dauerte trotz ihrer Bemühungen bis zum Jahr 1967 als der Zuchtstandard ausgearbeitet war. Bis zu Anerkennung durch die meisten Zuchtverbände als Rasse dauerte es weitere zehn Jahre. Sowohl bei Ausstellern, Züchtern und der Öffentlichkeit genießt die Maine Coon heute eine überaus hohe Beliebtheit.

Der Standard der Maine Coon

Körper                                                                                                      

 Die Maine Coon ist unter den Hauskatzen die größte. Besonders Kater dieser Rasse können eine beachtliche Größe erreichen. Der Körper mit der tiefen Brust ist muskulös und länger als hoch. Die mittellangen, muskulösen Beine stehen auf großen runden Pfoten welche zwischen den Zehen Haarbüschel aufweisen. Die Maine Coon weist als typisches Merkmal einen langen Schwanz auf der - wenn man ihn über den Rücken legt - mindestens bis zum Nacken reichen muss.

Kopf                                                                                                          

Die Maine Coon besitzt einen durchschnittlich breiten Kopf mit Wangenknochen die hoch angesetzt sind. Nase, Oberlippe und das kräftige Kinn bilden eine gerade Linie. Die Nase zeigt im Profil keinen ausgeprägten Stop aber eine leichte Wölbung. Die hoch am Kopf angesetzten, weit auseinander stehenden und spitz zulaufenden Ohren der Maine Coon sind groß und am Ansatz breit. Typisch für Maine Coon sind die Haarbüschel welche sich vom Inneren der Ohren nach außen kräuseln. Sogenannte Luchspinsel an den Ohrspitzen sind bei der Maine Coon ausdrücklich erwünscht. Die schräg gestellten Augen sind groß und von leicht ovaler Form.

Fell                                                                                                            

Das Fell der Maine Coon ist dicht und halblang. Die Behaarung an den Unterseiten, den Flanken und am Schwanz der Maine Coon  ist bedeutend länger. Erwünscht ist bei der Maine Coon eine Halskrause. Im Zusammenhang mit der Fellfarbe ist auch die Beschaffenheit des Fells der Maine Coon. Ein weicheres Fall als andere Farben bei der Maine Coon haben Katzen mit Silberfaktor, Nicht-Agouti- Katzen und Maine Coon mit verdünnten Farben. Punktabzüge gibt es für Ausstellungskatzen die entweder ein kurzes Fell oder ein gleichmäßig langes Fell haben. Bis auf das Schwanzfell welches das ganze Jahr über fließend und durchgehend lang ist ist das restliche Fell im Sommer erheblich kürzer als im Winter. Schon frühzeitig erkennt man beim Maine Coon Nachwuchs das halblange Haarkleid auch wenn es im Gegensatz zum Fell der Eltern noch nicht so üppig ist. Erst im Alter von eineinhalb Jahren - teilweise noch später - ist das Fell der Maine Coon ausgebildet.

Farben                                                                                                      

Maine Coon werden nur in natürlichen Farben gezüchtet. Man findet demnach Maine Coon in vielen verschiedenen Farben und Zeichnungen  die auch bei Hauskatzen vorkommen. Schwarz, Blau, Rot, Creme, weiße Flecken, Tabbyzeichnung oder silberfarbenem Unterhaar. Nur eine untergeordnete Rolle spielt im Gegensatz zu anderen Rassen die Farbverteilung eine Rolle. Dadurch können die Züchter ihre Konzentration darauf lenken den korrekten Typ und die richtige Fellbeschaffenheit mit der richtigen Länge bei der Main Coon zu züchten. Anders ausgedrückt: Eine Ausstellungskatze mit toller Zeichnung aber schlechtem Typ und schlechter Fellqualität wird schlechter abschneiden als Tiere mit tollem Typ und weniger attraktiven Farbverteilung. Ebenso ist die Augenfarbe der Maine Coon zweitrangig. Es gibt Tiere mit grünen, gelbgrünen, kupferfarbene bis hin zu zweifarbigen Augen. Eine Seltenheit bei den Maine Coon sind Weiße Tiere mit blauen Augen.

 

Das Wesen der Maine Coon

Maine Coon sind ausgeglichene, unkomplizierte Katzen mit einem freundlichen Charakter. Maine Coon vertragen sich gut mit anderen Katzen und auch mit Hunden vorausgesetzt sie sind diese von klein auf gewöhnt. Die anpassungsfähige Maine Coon fühlt sich als Freigänger auf dem Land genauso wohl wie in einer Wohnung unter dem Dach und ist gegenüber Erwachsenen als auch Kindern gegenüber überaus freundlich. Will man eine Maine Coon in der Wohnung halten muss man diesen Tieren unbedingt genügend Spielmöglichkeiten bereitstellen. Wenn nicht ist Langweile sehr schnell vorprogrammiert. Weiterhin muss auf Grund des Spring- und Kletterdrangs der Maine Coon unbedingt ein Kletter-und Kratzbaum zur Verfügung gestellt werden. So verspielt und quirlig die Maine Coon ist so faul und ruhig kann sie sein. Abendliche Streicheleinheiten und kraulen auf dem Schoß des Menschen betrachten Maine Coons ebenso als willkommene Abwechslung wie die wöchentliche Fellpflege. Auch wenn die Maine Coon nicht sehr laut ist, wenn es darum geht etwas mitzuteilen, gebrauchet sie sehr wohl ihre Stimme.